Schutzwall

Eigentlich wollte ich mir heute abend den Film „Schmutziger Süden“ von Klaus Lemke in unserem ZDF anschauen,  weil endlich mal wieder was Gutes in der Glotze, stellte dann aber fest, dass ich gar keinen Fernseher besitze.  Ich zuckte zusammen.   Tatsächlich, kein Fernseher. Das erinnert mich an eine schöne Stelle im Roman „Der Schutzwall“ von Ross Thomas, der zufällig mein Lieblingsautor ist: „Dill prüfte, ob er die Armbanduhr übergestreift hatte, und klopfte seine Kleidung nach Brieftasche, Schlüsseln, Scheckbuch und Zigaretten ab, die er nicht finden konnte, bis er sich erinnerte, daß er das Rauchen aufgegeben hatte.“ (S. 21).  Super, oder? Nebenbei bemerkt: Heute – am 16.08.2010 – wird Charles Bukowski, mein zweiter Lieblingsautor (dem wir auch noch das Bloghaus-Motto zu verdanken haben), 90 Jahre alt, während mein Freund Hans, Lebemann und Autor aus Meppen, roundabout 45 wird, praktisch genau die Hälfte.  Zwei große Schreiber am selben Tag, hier Hank, da Hans. Sie sollen hoch leben, dreimal hoch. Die Grabstein-Inschrift von Charles Bukowski (1920 – 1994) lautet übrigens so: „Don’t try“.  Bin beeindruckt.

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